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Initiativkreis "Respekt Wildtiere"

Ziel

Der Initiativkreis Respekt Wildtiere formuliert und vertritt Anliegen von Wildtieren und Menschen, um die natürlichen Lebensbedingungen von Wildtieren sowie die Nutzungsansprüche von Menschen im Wildtierlebensraum zu vereinen.

Übergeordnetes Ziel des Zusammenschlusses ist es, ein Verantwortungsbewusstsein für Wildtiere in der Gesellschaft zu etablieren und die Störung und Beunruhigung durch menschliche Aktivitäten unter Berücksichtigung der Erholungsinteressen zu minimieren. Um diesen Prozess zu begleiten, sollen die im Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) verankerten Möglichkeiten herausgearbeitet und operationalisiert werden. .

Sensibilisieren und Informieren: Ziele des Initiativkreises

Immer wieder kommt es zu Beunruhigungen von Wildtierlebensräumen durch Naturaktive. © FVA

Information und Aufklärung für wildtierfreundliche Naturaktivitäten sind ein Ziel des IK Respekt Wildtiere. © FVA

 

Die teilnehmenden Verbände und Institutionen des IK haben folgende Ziele vereinbart

Der IK Respekt Wildtiere…         

(1) möchte ein öffentliches Bewusstsein für einen respektvollen Umgang mit Wildtieren schaffen. Dabei soll ein Selbstverständnis von Rücksichtnahme und verantwortungsvollem Verhalten in Wildtierlebensräumen etabliert werden.

(2) strebt an, auf Basis freiwilliger Handlungsempfehlungen und der Etablierung eines „sozialen Verantwortungsbewusstseins“ eine vielfältige Erholungsnutzung zu ermöglichen. Hierfür sollen praxisnahe Maßnahmen entwickelt werden, welche das Schutz- und Ruhebedürfnis von Wildtieren respektieren.        

(3) will die Begeisterung für Wildtiere und deren Lebensräume in der Bevölkerung verankern. Durch eine ansprechende Öffentlichkeitsarbeit soll die Akzeptanz für Maßnahmen, welche ein wildtierverträgliches Verhalten fördern, gesteigert werden.

Impulse setzen: Handlungsfelder des Initiativkreises

Die Teilnehmenden des IK haben drei Handlungsfelder identifiziert, um die gemeinsamen Ziele voranzutreiben.

Handlungsfeld Forschung: Durch begleitende Forschung sollen vorhandene Wissenslücken geschlossen werden. Die Berufung auf wissenschaftliche Erkenntnisse erlaubt eine faktenbasierte Diskussionsgrundlage sowie die Entwicklung fachlich abgesicherter Handlungsempfehlungen.

Handlungsfeld Kommunikation: Die interne Kommunikation zwischen den Mitgliedern des Initiativkreises sowie die externe Kommunikation in der Öffentlichkeit und an Schulen soll Aufmerksamkeit und Akzeptanz für die Thematik schaffen.

Handlungsfeld Transfer: Aus der Erprobung und Umsetzung von konkreten Lösungskonzepten sollen unter Einbezug vorliegender Erkenntnisse Empfehlungen für die Vorgehensweise künftiger Projektvorhaben abgeleitet werden. Die Vermittlung der Inhalte soll mittels zeitgemäßer Kommunikationsinstrumente gefördert werden.

Bündelung von Kompetenzen: Teilnehmende Verbände des Initiativkreises © FVA

Die Integration von Faktenwissen und fachlicher Expertise der unterschiedlichen Akteure trägt zu einem zeitgemäßen und verantwortungsvollen  Wildtiermanagement bei. Erfolgreiche Besuchermanagement-Projekte zeigen, dass Kommunikation und persönliche Kontakte eine Schlüsselrolle spielen, um einen Interessenausgleich herzustellen. Hilfreich ist dabei eine faktenbasierte Diskussion, die sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Störungsökologie orientiert. Diese Aspekte greift der IK Respekt Wildtiere auf. Er fungiert als Plattform für die landesweite Vernetzung und Abstimmung von Verbänden und Vereinen aus den Bereichen Natur- und Tierschutz, Jagd, Sport und Tourismus.  

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) bietet den organisatorischen Rahmen, um den regelmäßigen Dialog des Zusammenschlusses dauerhaft zu institutionalisieren.

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt begleitet den IK „Respekt Wildtiere“ wissenschaftlich und fachlich im Rahmen des Transfer- und Kommunikationsprojektes zu anthropogenen Aktivitäten in Wildtierlebensräumen.

Jagdgesetzgebung als Unterstützung

Die Akteure des IK „Respekt Wildtiere“  finden sich zu  themenspezifischen Arbeitsgruppen zusammen. Gemeinsam werden  Möglichkeiten herausgearbeitet, welche  das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) bietet, um Störungen von Wildtieren zu  verringern. Um das gemeinsame Ziel „Störung und Beunruhigung durch menschliche Aktivitäten unter Berücksichtigung der Erholungsinteressen zu minimieren“ zu erreichen,  bietet das JWMG rechtliche Unterstützung auf mehreren Ebenen an. Neben der Schaffung von Wildruhegebieten in Baden-Württemberg ist die Verringerung der Störung und Beunruhigung von Wildtieren und der Generalwildwegeplan ein wesentlicher Bestandteil des JWMG.

Die Erläuterung zur aktuellen Gesetzeslage finden Sie unter:

 

bewusstWild als Botschafterin in der Fläche

Der IK Respekt Wildtiere unterstützt die Ziele und Inhalte der Initiative bewusstWild.

Die Initiative bewusstWild ist eine Initiative für den bewussten Umgang mit Wildtieren und ihrem Lebensraum.
Die Initiative gibt Einblicke in den Alltag der Wildtiere und informiert worauf du zum Beispiel beim Wandern, Schneeschuhlaufen oder Mountainbiken achten kannst, um Wildtiere  in ihrem Lebensraum nicht unnötig zu stören.

Mehr zur Initiative bewusstWild

Weitere Informationen zum Initiativkreis „Respekt Wildtiere“ finden Sie hier: