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Flächendeckende Erfassung

Eine flächendeckende Abfrage bei allen Revierinhabern, die sogenannte „Flächendeckende Erfassung“ (FE), liefert Daten zu ausgewählten Wildtierarten. In der FE wird u. a. das Vorkommen oder beispielsweise auftretende Wildtierkrankheiten in den jeweiligen Jagdrevieren für einen bestimmten Zeitraum (meist das Jagdjahr) abgefragt. Dieses Programm ist Teil des bundesweiten Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) und wird von der WFS in Kooperation mit dem Landesjagdverband durchgeführt.

 

© Dr. Christof Janko

Bereits seit dem Jahr 2002 führt die Wildforschungsstelle (WFS) flächendeckende Umfragen zum Vorkommen von Wildarten durch. Die seit 2006 von der WFS in Kooperation mit dem Landesjagdverband durchgeführte „Flächendeckende Erfassung (FE)“ schließt die Wissenslücke für diejenigen Arten, die entweder keine Jagdzeit haben oder deren Verbreitung oder Bestandsentwicklung nicht gut über die Strecke abgebildet werden kann (z. B. geringe jagdliche Relevanz wie beim Rebhuhn). Bei der FE werden die Inhaberinnen und Inhaber der Jagdreviere über Fragebogen zu Vorkommen, Jagdstrecken, Fallwild, Reproduktionsparameter (z. B. Geheckdichten oder Anzahl balzender Fasanenhähne) oder Krankheitsgeschehen (z. B. Myxomatose beim Wildkaninchen) befragt. Dabei bittet die WFS alle Jagdrevierinhabende schriftlich um die freiwillige Teilnahme. Mit Rückmelderaten von über 50 % sowie einer Flächenabdeckung von über 72 % liegt Baden-Württemberg dabei bundesweit unter den Top 4. Die FE ist ein gutes Mittel, um flächendeckende Informationen zu bestimmten Tierarten zu bekommen. Für manche Tierarten (vor allem nachtaktive oder heimliche Tierarten) sowie für bestimmte Fragestellungen (z. B. Reproduktionserfolg, Bestandsgröße und Bestandsdichte) ist die Flächendeckende Erfassung meistens ungeeignet.

Weitere Informationen zum Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands auf der Seite des DJV

Vorkommen Waschbär © Wildtierbericht 2018