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Rehwildmarkierung

Mit dem Projekt Rehwildmarkierung sollen Daten zur Ökologie des Rehwildes in Baden-Württemberg gewonnen werden. Das Projekt wird von der Wildforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg (WFS) beim Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg (LAZBW) durchgeführt.

Rehwildmarkierung

In den ersten zwei Lebenswochen bleiben Rehkitze bei Gefahr ruhig am Boden liegen und vertrauen auf ihre Tarnung. In dieser Zeit können sie z. B. beim Absuchen von Wiesen gefunden und mit einer Ohrmarke eindeutig gekennzeichnet werden.
Die Markierungsdaten liefern unter anderem Hinweise auf Setzzeiten und Geschlechterverhältnis und deren langfristige Entwicklung. Über die Rückmeldung markierter Rehe können Daten zu Altersaufbau, Abwanderung, Todesursachen und Bejagung gewonnen werden.
Die Marken werden für Baden-Württemberg zentral und kostenlos von der WFS ausgegeben. Nach Beendigung der Markierungssaison melden die Markierer der WFS die Markierungen. Wenn ein markiertes Reh aufgefunden wird, erfährt der Melder von der WFS das Markierdatum und den Markierungsort und der Markierer wird über den Ort und den Zeitpunkt des Auffindens informiert. Die Daten werden von der WFS zentral gesammelt und wissenschaftlich ausgewertet. Wenn Sie Interesse an der Markierung haben, wenden Sie sich bitte an die Wildforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg (Telefon: 07525/942-340 oder E-Mail: poststelle-wfs@lazbw.bwl.de).
Aktuell steigen die Zahlen der Markierungen an. Dies liegt vor allem an den technischen Möglichkeiten der Kitzrettung. Mittels Drohne und Wärmebildkamera werden Wiesen vor der Mahd abgesucht, um die Kitze vor dem Mähtod zu bewahren. In diesem Zusammenhang bietet es sich an, die Kitze auch gleich zu markieren.

Rehwildmarkierung,Wildforschungsstelle,Andreas Elliger

© Wildforschungsstelle Baden-Württemberg

Wir bitten alle Jäger um Unterstützung

Melden Sie bitte markierte Rehe der Wildforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg  
(Telefon: 07525/942-340 oder E-Mail: poststelle-wfs@lazbw.bwl.de).

 

Ziele

Etablierung von Daten zur Ökologie des Rehwildes u.a. zu

  • Geschlechterverhältnis
  • Todesursachen
  • Altersaufbau der Populationen
  • Lebensdauer
  • Abwanderungsentfernungen
  • Wanderrichtungen
     

Projektdauer

Langfristig. Bisher liegen Daten aus über 40 Jahren vor. Einige Fragestellungen lassen sich nur anhand langfristiger Datenreihen untersuchen (so werden aktuell z. B. die Auswirkungen des Klimawandels auf die Setzzeitpunkte untersucht). Die Rehkitzmarkierung stellt damit eine wertvolle Datenquelle dar, um Trends in der Population zu detektieren und Lebensraumveränderungen und ihre möglichen Auswirkung auf das Reh zu untersuchen. 

Weitere Informationen:
WFS-Mitteilungen 2019/1, 2016/1, 2014/2

Rehkitz © Dr. Christof Janko

Ansprechperson

Poststelle WFS

Wildforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg (WFS)

Atzenberger Weg 99

Aulendorf | | Landwirtschaftliches Zentrum für Rinderhaltung, Grünlandwirtschaft, Milchwirtschaft, Wild und Fischerei Baden-Württemberg (LAZBW)

poststelle-wfs@lazbw.bwl.de

+49 (0) 7525 942-340