Luchskatze Luna ausgewildert
„Luchskatze Luna trägt mit dazu bei, dass sich eine gesunde und überlebensfähige Luchspopulation in Baden-Württemberg dauerhaft etablieren kann“, sagte Marion Gentges MdL, Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg, anlässlich der Auswilderung am 14. Juli 2026. Mit Luna steigt die Zahl der im Schwarzwald nachgewiesenen Luchse auf insgesamt 12 Tiere.
„Die Gene von Luchskatze Luna bereichern den Genpool des Luchsbestands im Land und sind ein wichtiges Fundament für den Fortbestand dieser seltenen Tierart“, betonte Ministerin Marion Gentges. Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, mittels Bestandsstützung eine eigenständig überlebensfähigen Luchspopulation in Baden-Württembergs aufzubauen und somit den genetischen Austausch mit benachbarten Luchsbeständen im Schweizer Jura, den Vogesen und dem Pfälzer Wald zu ermöglichen. Mit Luna hat das Land insgesamt sechs Luchse ausgewildert. Damit steigt die Zahl der aktuell im Schwarzwald nachgewiesenen Luchse auf insgesamt 12 Tiere.
Im Rahmen des Projekts ‚Luchs Baden-Württemberg‘ werden Luchse ausgewildert, um dem kleinen Luchsvorkommen im Schwarzwald auf die Sprünge zu helfen. Weibliche Tiere sind dabei von zentraler Bedeutung, um den Bestand langfristig zu stärken.
Nach Elisabeth weitere Luchskatze mit Nachwuchs
Hierzu trägt auch der Nachwuchs der beiden vor zwei Jahren ausgewilderten Luchse Verena und Reinhold bei. In einer bereits verlassenen Wurfhöhle von Luchsin Verena konnten zahlreiche Haare sichergestellt werden. Bei der Untersuchung am Senckenberg-Zentrum für Wildtiergenetik wurde DNA von Luchsin Verena und einem Jungtier bestätigt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist der Luchskuder Reinhold der Vater. Eine Begegnung von Reinhold und Verena in der vergangenen Paarungszeit konnte bereits über Fotofallenaufnahmen bestätigt werden. Luchse wechseln während der Jungtieraufzucht regelmäßig ihre Lagerstätte. Damit hat nach Elisabeth nun auch die zweite Luchskatze Nachwuchs bekommen.
„Dass wir nach zwei Jahrhunderten heute wieder Luchsnachwuchs im Schwarzwald verzeichnen können, ist das Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit vieler Beteiligter und Partner und zeigt, dass wir im Projekt sehr gut vorankommen. Ich danke allen am Projekt Beteiligten und gratuliere zu diesem Erfolg. Das ist gelebter Artenschutz“, betonte Ministerin Gentges. Das Projekt Bestandstützung leiste zudem einen Beitrag zum internationalen Biodiversitätserhalt und den Biodiversitätszielen der Bundesregierung und der EU.
Für die Unterstützung des Luchsbestands und die notwendige Akzeptanz in Baden-Württemberg arbeiten die Landesregierung, wissenschaftliche Einrichtungen wie die FVA, der WWF Deutschland, der Zoo Karlsruhe, der Landesjagdverband und die Luchsinitiative Baden-Württemberg eng zusammen. Das Projekt wird von der Arbeitsgruppe Luchs und Wolf Baden-Württemberg begleitet.
Weitere Informationen
Pressemitteilung MLR 16.07.2026: Luchskatze Luna im Schwarzwald ausgewildert / weiterer Luchsnachwuchs nachgewiesen
Luchkatze Luna
Pressemitteilung MLR 22.06.2026: Erster Luchsnachwuchs seit rund 200 Jahren
Projekt Luchs Baden-Württemberg
Artporträt Luchs
Luchskatze Luna © Zoo Karlsruhe T. Deible