Bereits seit dem Jahr 2002 führt die Wildforschungsstelle (WFS) landesweite Umfragen zum Vorkommen von Wildarten durch. Die seit 2006 von der WFS in Kooperation mit dem Landesjagdverband durchgeführte „Reviererhebung“ schließt die Wissenslücke für diejenigen Arten, die entweder keine Jagdzeit haben oder deren Verbreitung oder Bestandsentwicklung nicht gut über die Strecke abgebildet werden kann (z. B. geringe jagdliche Relevanz wie beim Rebhuhn). Bei der Reviererhebung werden die Inhaberinnen und Inhaber der Jagdreviere über Fragebogen zu Vorkommen, Jagdstrecken, Fallwild, Reproduktionsparameter (z. B. Geheckdichten oder Anzahl balzender Fasanenhähne) oder Krankheitsgeschehen (z. B. Myxomatose beim Wildkaninchen) befragt. Dabei bittet die WFS alle Jagdrevierinhabende schriftlich um Teilnahme. Mit Rückmelderaten von über 50 % sowie einer Flächenabdeckung von über 72 % liegt Baden-Württemberg dabei bundesweit unter den Top 4. Die Reviererhebung ist ein gutes Mittel, um landesweite Informationen zu bestimmten Tierarten zu erhalten.
Weitere Informationen zum Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands auf der Seite des DJV