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Feldhase

Die Feldhasenzählung wird von der Wildforschungsstelle seit dem Jahr 1997 durchgeführt. Zweimal jährlich werden die Bestandsdichten der Feldhasen in derzeit rund 190 Referenzgebieten, sogenannten Zählrevieren, in ganz Baden-Württemberg erfasst. Jagdrevierinhaberinnen und – inhaber zählen die Tiere ehrenamtlich je ein bis zweimal im Frühjahr und im Herbst mittels Scheinwerfertaxation. Dabei fahren Sie festgelegte Routen mit einem Fahrzeug ab, leuchten definierte Offenlandareale ab und zählen die dabei gesichteten Individuen.

WARUM FELDHASENMONITORING?

Der Feldhase ist eine Charakterart der Feldflur. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts ist er immer seltener geworden. Starke Veränderungen in der Landnutzung, Flächenversiegelung und zunehmender Straßenverkehr haben seine Lebensräume verschlechtert.

Ziel des Feldhasenmanagements ist es, die Lebensräume so zu entwickeln, dass die Bedürfnisse an Äsung und Deckung (Verstecken vor Fressfeinden und Witterungsschutz) gedeckt werden können. Das Monitoring von Beständen wie auch Lebensräumen stellt die Grundlagen für den Feldhasenschutz bereit.

 

DIE FELDHASENZÄHLUNG

Die Feldhasenzählung wird von der Wildforschungsstelle seit dem Jahr 1997 durchgeführt. Zweimal jährlich werden die Bestandsdichten der Feldhasen in derzeit rund 190 Referenzgebieten, sogenannten Zählrevieren, in ganz Baden-Württemberg erfasst. Die Jagdrevierinhabenden zählen die Tiere ehrenamtlich je ein bis zweimal im Frühjahr und im Herbst mittels Scheinwerfertaxation. Dabei fahren Sie festgelegte Routen mit einem Fahrzeug ab, leuchten definierte Offenlandareale ab und zählen die dabei gesichteten Individuen.

Über die standardisierte Scheinwerferreichweite und die abgefahrene Strecke kann die abgeleuchtete Fläche, die Taxationsfläche, berechnet werden, und mit dieser wiederum die relative Dichte der Feldhasen pro Flächeneinheit, z.B. pro Quadratkilometer. Weiterhin kann die Nettozuwachsrate von Frühjahr zu Herbst berechnet werden. Dieser Wert beschreibt den Zuwachs an Feldhasen vom Frühjahr (Stammbesatz ohne Junghasen) zum Herbst vor der Bejagung.

Ein Mitarbeiter der Wildforschungsstelle weist die Teilnehmer in die wissenschaftliche Methodik ein, legt die Zählstrecken fest, erstellt das notwendige (GIS-) Kartenmaterial und die Aufnahmebögen und begleitet die erste Zählung. So wird ein einheitlicher Standard gewährleistet. Die so fortlaufend für das Offenland erhobenen Daten werden an die Wildforschungsstelle gemeldet, dort in eine Datenbank eingegeben und statistisch ausgewertet.

Feldhasenschutz

Die im Rahmen des Feldhasenmonitorings erhobenen Daten finden Eingang in die landesweite Feldhasenstrategie. Auf ihrer Basis können Empfehlungen zur Ausgestaltung der Agrarumweltmaßnahmen gegeben werden. Ein zielführendes Umsetzungswerkzeug für die lokale Ausgestaltung feldhasenfreundlicher Maßnahmen ist die Allianz für Niederwild.  

Scheinwerfertaxation

Über die abgefahrene Strecke und die Leuchtreichweite kann die Taxationsfläche berechnet werden.

Feldhasenmonitoring Wildforschungsstelle

Ansprechperson

Guido Dalüge

Wildforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg (WFS)

Atzenberger Weg 99

88326 Aulendorf

Guido.Daluege@lazbw.bwl.de

+49 (0) 7525 942-344

Dr. Johanna Maria Arnold

Wildforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg (WFS)

Atzenberger Weg 99

88326 Aulendorf

johanna.arnold@lazbw.bwl.de

+49 (0) 7525 942-349