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Baummarder Martes martes

Baummarder
Baummarder Baummarder

Produktoptionen

Baummarder
Wald
Entwicklungsmanagement
Feld
Fleischfresser
Allesfresser

Steckbrief

Bestandssituationgünstig
Kopf-Rumpf-Länge♂: 48 cm - 53 cm, ♀: 39 cm - 45 cm (plus 21 cm - 28 cm Schwanzlänge)
Körpergewicht♂: 1,1 kg - 2,1 kg, ♀: 0,8 kg - 1,4 kg
PaarungszeitMitte Juni - Mitte August
FortpflanzungMännchen erkennt die Paarungsbereitschaft des Weibchens anhand von Duftsignalen, außerhalb der Paarungszeit reagieren Weibchen aggressiv auf die Annäherung von Männchen
TragzeitTragzeit ca. 9 Monate bedingt durch die Keimruhe
SetzzeitEnde März - Anfang Mai
Anzahl Junge2 - 5
LebensweiseTagsüber an Ruheplätzen wie Vogelnestern, Eichhörnchenkobeln, Erdbauen oder auf Bäumen liegend anzutreffen. Hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv, können aber auch Aktivität am Tag zeigen. Nahrungssuche auf Bäumen zum Teil von Baum zu Baum springend oder am Boden.
NahrungAllesfresser
ManagementstufeEntwicklungsmanagement
Jagdzeit16. Oktober bis 15. Februar

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Tierstimme Tierstimme

Baummarder: Begegnungslaut eines Paares © Tierstimmenarchiv.de / Tembrock, Günter / CC BY-SA

Verbreitung in Baden-Württemberg

Laut der Daten der flächendeckenden Erfassung im Rahmen der bundesweiten WILD-Umfrage ist der Baummarder in Baden-Württemberg 2017 flächendeckend verbreitet. Allerdings ist seine Verbreitung auf waldreiche Landschaften beschränkt, da Baummarder Offenland ohne Deckungsstrukturen weitgehend meiden. Größere Lücken in den Landkreisen Biberach und Neckar-Odenwald-Kreis sind vermutlich eher auf fehlende Angaben als auf die tatsächliche Abwesenheit des Baummarders zurückzuführen. Die Verbreitung ist seit 2006 annähernd flächendeckend stabil und zeigt nur in wenigen Gemeinden Schwankungen, die mitunter auch wegen fehlender Angaben entstanden sind. Nicht nachgewiesen werden konnte der Baummarder lediglich in 8% der Gemeinden. Die Entwicklung der Jagdstrecken zeigt, dass die Bejagung des Baummarders seit Jahren rückläufig ist und nur noch wenige Individuen in Baden-Württemberg erlegt werden. Seit dem Einbruch des Pelzmarktes in den 1980er-Jahren schwindet auch in der Jägerschaft das Interesse an Marderbälgen. 

Baummarder Vorkommen Baden-Württemberg  © Wildtierbericht 2018

Baummarder Vorkommen Baden-Württemberg © Wildtierbericht 2018

Lebensraum

Der Baummarder ist überwiegend an den Wald gebunden, wird aber zunehmend in suboptimalen Lebensräumen wie stark isolierten Waldgebieten oder in Siedlungsnähe nachgewiesen. Hohlbäume sind essenzielle Requisiten für eine erfolgreiche Bestandsentwicklung, da Baummarderfähen vorwiegend große Baumhöhlen als Wurfplätze nutzen. Die naturnahe Waldwirtschaft, die Umsetzung des Alt- und Totholzkonzepts sowie der zunehmende Waldanteil sollten positive Effekte für den Baummarder haben. Allerdings wurde seine tatsächliche Lebensraumnutzung innerhalb Baden-Württembergs bislang nicht näher untersucht. Baummarder bevorzugen deckungsreiche Strukturen als Vernetzungselemente zwischen den Flächen. Die zunehmende Fragmentierung von Waldflächen durch anthropogene Infrastrukturen ist für den Baummarder problematisch, da der Verkehrstod seine häufigste Mortalitätsursache ist.

Gefährdungen

Laut deutschlandweitem FFH-Bericht von 2013 geht die größte Gefährdung der Art von der Verschlechterung ihres Lebensraumes aus. Ein Blick auf die steigenden Fallwildzahlen zeigt auch, dass Straßen und Bahnschienen für den Baummarder zunehmend zu unüberwindbaren Hindernissen werden (siehe Abbildung zur Jagdstrecke aus dem Wildtierbericht 2018). 

Durch die geringen Zahlen und der möglichen Verwechslung von Baum- und Steinmarder bei der Meldung von Beobachtungen und der Jagdstrecke liefern die so gewonnenen Daten keine ausreichenden Informationen, um die Bestandssituation und –entwicklung des Baummarders bzw. seinen Erhaltungszustand nach der FFH-Richtlinie im benötigten Umfang beurteilen zu können.

Bauumarder Jagdstreckenentwicklung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zum Monitoring vom Baummarder finden Sie auf der FVA-Seite