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Baummarder Martes martes

Baummarder
Baummarder Baummarder

Produktoptionen

Baummarder
Wald
Entwicklungsmanagement
Feld
Fleischfresser
Allesfresser

Steckbrief

Bestandssituationgünstig
Kopf-Rumpf-Länge♂: 48 cm - 53 cm, ♀: 39 cm - 45 cm (plus 21 cm - 28 cm Schwanzlänge)
Körpergewicht♂: 1,1 kg - 2,1 kg, ♀: 0,8 kg - 1,4 kg
PaarungszeitMitte Juni - Mitte August
FortpflanzungMännchen erkennt die Paarungsbereitschaft des Weibchens anhand von Duftsignalen, außerhalb der Paarungszeit reagieren Weibchen aggressiv auf die Annäherung von Männchen
TragzeitTragzeit ca. 9 Monate bedingt durch die Keimruhe
SetzzeitEnde März - Anfang Mai
Anzahl Junge2 - 5
LebensweiseTagsüber an Ruheplätzen wie Vogelnestern, Eichhörnchenkobeln, Erdbauen oder auf Bäumen liegend anzutreffen. Hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv, können aber auch Aktivität am Tag zeigen. Nahrungssuche auf Bäumen zum Teil von Baum zu Baum springend oder am Boden.
NahrungAllesfresser
ManagementstufeEntwicklungsmanagement
Jagdzeit16. Oktober bis 15. Februar

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Tierstimme Tierstimme

Baummarder: Begegnungslaut eines Paares © Tierstimmenarchiv.de / Tembrock, Günter / CC BY-SA

Verbreitung in Baden-Württemberg

Der Baummarder gilt in Baden-Württemberg als flächendeckend verbreitet. Bei der Reviererhebung von 2022 wurde der Baummarder in 86 Prozent der Gemeinden im Land nachgewiesen, siehe Abbildung aus dem Wildtierbericht 2024. Die Verbreitung ist seit 2006 annähernd flächendeckend stabil und zeigt nur in wenigen Gemeinden
Schwankungen, die vor allem auf Erfassungslücken zurückzuführen sind. Der Baummarder wurde in weniger als 1 Prozent der Gemeinden nicht nachgewiesen. Allerdings ist sein Vorkommen auf waldreiche Landschaften konzentriert, denn Baummarder meiden Offenland ohne Deckungsstrukturen weitgehend.

Baummarder Vorkommen Baden-Württemberg  © Wildtierbericht 2021

Baummarder Vorkommen Baden-Württemberg © Wildtierbericht 2024

Lebensraum

Der Baummarder ist überwiegend an den Wald gebunden, wird aber zunehmend in suboptimalen Lebensräumen wie stark isolierten Waldgebieten oder in Siedlungsnähe nachgewiesen. Hohlbäume sind essenzielle Requisiten für eine erfolgreiche Bestandsentwicklung, da Baummarderfähen vorwiegend große Baumhöhlen als Wurfplätze nutzen. Die naturnahe Waldwirtschaft, die Umsetzung des Alt- und Totholzkonzepts sowie der zunehmende Waldanteil sollten positive Effekte für den Baummarder haben. Allerdings wurde seine tatsächliche Lebensraumnutzung innerhalb Baden-Württembergs bislang nicht näher untersucht. Baummarder bevorzugen deckungsreiche Strukturen als Vernetzungselemente zwischen den Flächen. Die zunehmende Fragmentierung von Waldflächen durch anthropogene Infrastrukturen ist für den Baummarder problematisch, da der Verkehrstod seine häufigste Mortalitätsursache ist.

Gefährdungen

Die Entwicklung der Jagdstrecken in Baden-Württemberg zeigt, dass die Bejagung des Baummarders seit Jahren rückläufig ist und dass nur noch wenige Individuen erlegt werden. Für das Jagdjahr 2022/23 ergab die Strecke insgesamt 395 Stück, die kontinuierliche Abnahme der Abschüsse geht vor allem auf die abnehmende Intensität der Bejagung zurück, sie korrespondiert nicht mit der tatsächlichen Entwicklung der Baummarderbestände. Demgegenüber ist eine stetige Zunahme an Fallwild zu beobachten, siehe Abbildung aus dem Wildtierbericht 2024. Das Fallwild macht mittlerweile ein Drittel der gesamten Jagdstrecke des Baummarders aus und wird vor allem durch Verkehrsverluste verursacht.