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FAQ

Auf dieser FAQ-Seite beantworten wir häufig gestellte Fragen zum Thema Infrawild. 

Häufig gestellte Fragen zur Jagdförderung InfraWild

Wann bin ich registriert?

Sobald Sie die Mail mit der Auftragsnummer für das Zuwendungsverfahren bekommen haben. Die Auftragsnummer ist identisch mit der Registriernummer, die Sie in die Formulare eintragen müssen. Die Nummer beginnt mit BW, gefolgt von Ziffern (z.B. BW23478162).

Genaue Vorgehensweise nach der Registrierung:

Bereitgestellte Formulare in ausreichender Anzahl ausdrucken. Vor Ort bei jeder Teilnahme an einer förderfähigen Drückjagd in Baden-Württemberg die Einsätze im Formular mit Unterschrift bestätigen lassen.

  •  Falls weitere Formulare benötigt werden, können Sie
    •  über den Link in der Registrierungsmail weitere Formulare herunterladen.
  • Entsprechend der Angaben im Formular die Leistungen per Unterschrift bestätigen lassen (Jagdleiter oder helfende Personen)
  • Das Blatt mit den Leistungsnachweisen abschließen (eingetragene Positionen und Summen mit Unterschrift bestätigen).

Bei weiteren Formularen diese dann bitte mit Seitenzahlen durchnummerieren. Auf dem letzten Blatt bitte in einem freien Feld die Zwischensummen aus den Vorblättern übertragen und dann in das Gesamtsummenfeld die Gesamtsumme eintragen und mit Unterschrift bestätigen.

  • Sobald die Maßnahmen abgerechnet werden können, erhalten Sie eine Mail an die bei der Registrierung angegebene E-Mail-Adresse.
  • Mit dieser Mail erhalten Sie den Zugang zum Abrechnungsformular.

Kann ich die Formulare auch am PC ausfüllen?

Es ist ausreichend, wenn die Eintragungen mit leserlicher Handschrift erfolgen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Formulare am PC auszufüllen und erst dann auszudrucken. Die Tabellen mit den Einsatznachweisen verlangen Unterschriften als Bestätigung. Diese können nur handschriftlich erfolgen

Ich habe bei der Registrierung die falsche Auswahl getroffen

Die Auswahl der Förderart (Treiber-Helfer-Einsatz, Stöberhund, anerkanntes Nachsuchengespann) bei der Registrierung hat keinerlei Auswirkung. Unabhängig von der getroffenen Auswahl haben sie Zugriff auf alle Formulare und können somit auch alle Förderungen beantragen.

Reicht eine Registriernummer für alle Antragsarten aus?

Ja. Für die momentan angebotenen Fördermaßnahmen Treiber-Helfer-Einsatz, Stöberhunde und anerkannte Nachsuchengespanne ist eine Registriernummer ausreichend.

Ich habe mich doppelt registriert. Was muss ich machen?

Für jede Registriernummer wird geprüft, ob der Mindestbetrag für die Auszahlung erreicht wird. Rechnen sie daher nur über eine der Registriernummern ab.

Ich pachte mehrere Reviere. Muss ich mich für die Förderung der Treiber- und Helfereinsätze mehrfach registrieren?

Ja. Das Abrechnungsformular für Treiber-Helfer-Einsätze ist über die einzutragende Registriernummer revierbezogen

Gibt es einen Mindestförderbetrag?

Ja. Es gibt eine Grenze von 100 Euro. Förderbeträge unter diesem Wert werden nicht ausbezahlt. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht.

Ist es möglich, bereits vergangene Jagden aus dieser Saison in die Formulare einzutragen?

Nein, es können nur Jagden nach der Registrierung, also nach Erhalt der Registriernummer eingetragen werden. Es gilt das entsprechende Eingangsdatum der Registrierung.

Besteht die Möglichkeit mit einer E-Mailadresse weitere Personen registrieren zu lassen?

Nein, jede weitere Person muss über eine eigene E-Mailadresse verfügen.

Sind alle Formulare erst nach der Drückjagdsaison einzureichen?

Ja. Erst nach der Zusendung der Erinnerungsmail stehen die Abrechnungsformulare zur Verfügung. Die Erinnerungsmail wird nach der Drückjagdsaison, also im Februar/März 2019 versendet

Was sind brauchbare Jagdhunde?

Stöberhunde sollen fährten- und spurlaut sein. Die Eignung bestätigen sowohl die Hundeführerin oder der Hundeführer als auch die Jagdleiterin oder der Jagdleiter mit ihren Unterschriften. Eine Prüfung ist nicht Voraussetzung für die Förderung, es werden jedoch Stöberprüfungen entsprechend der Brauchbarkeitsprüfung des LJV Baden- Württemberg oder vergleichbare Prüfungen empfohlen. Bei Nachsuchengespannen erfolgt die Anerkennung durch den Landesjagdverband Baden-Württemberg (§17 DVO JWMG).

Wann ist ein Nachsuchen-Gespann anerkannt?

Wenn es vom LJV BW anerkannt wurde und dies durch den Anerkennungsausweis dokumentiert ist (§17 DVO JWMG). Die Ausweisnummer ist bei der Registrierung anzugeben.
Andere Nachsuchengespanne erfüllen nicht diese Voraussetzungen.

Wer kann die Jagdförderung InfraWild für Treiber und Helfer beantragen?

Die/der Jagdausübungsberechtigte, bei Pächtergemeinschaften nur der von der Gemeinschaft beauftragte Vertreter/in.
Ausgeschlossen sind Einrichtungen des Landes Baden-Württemberg, des Bundes und der Länder. D.h. die staatliche Regiejagd von ForstBW und Bundesforst können die Förderung (für Treiber und/oder Helfer) nicht erhalten.

Kann mit einer Registriernummer der ganze Jagdtag abgewickelt werden?

Einsätze von Treiber/innen- und Helfer/innen werden über die Jagdausübungsberechtigte oder den Jagdausübungsberechtigten und dessen Registrierung abgewickelt.
Die Hundeführerinnen und Hundeführer müssen sich selber registrieren und können auch Einsätze mehrerer Hunde (bis maximal vier Stöberhunde je Tag) abrechnen.
Es ist zulässig, den Stöberhund einer Treiberin oder einem Treiber mitzugeben. In diesem Fall kann die Treiberin oder der Treiber vom Jagdausübungsberechtigten und der Hundeeinsatz von der Hundeführerin oder dem Hundeführer abgerechnet werden.
Die selbstabrechnende und mittreibende Stöberhundeführerin oder der mittreibende Stöberhundeführer rechnet ggf. auch seinen Treibereinsatz selbst ab. Die oder der Jagdausübungsberechtigte darf in diesem Fall den Treibereinsatz nicht zusätzlich abrechnen.

Kann ein mittreibender Stöberhundeführer als Treiber abgerechnet werden?

Ja, aber nur wenn die Stöberhundeführerin oder der Stöberhundeführer selber keinen Antrag auf Förderung seiner Hunde stellt (z.B. weil er mit seinen Einsätzen nicht den Mindestbetrag für die Auszahlung der Förderung erreicht).

Welche Leistungen müssen Treiberinnen/Treiber oder Hilfspersonen erbringen, um eine Förderung zu erhalten?

Generell gilt: Die Leistung muss von der Person tatsächlich erbracht werden.
Für Treiberinnen und Treiber gelten die entsprechenden Vorgaben zur Bewegungsjagd (Jagddauer 1,5 Std., etc.).
Für Hilfspersonen muss die tatsächliche Leistung erbracht worden sein, z.B. kann nur dann eine Aufbrechhelferin oder ein Aufbrechhelfer abgerechnet werden, wenn die Bewegungsjagd eine Strecke erbracht hat.
 

Dürfen Mitpächter als Treiberinnen/Treiber oder Hilfspersonen aufgelistet werden?

Ja, wenn förderfähige Tätigkeiten in entsprechendem Umfang geleistet wurden: Die Antragstellerin oder der Antragsteller kann sich nicht selbst als Treiberin oder Treiber bzw. als Helferin oder Helfer abrechnen.

Was sind die genauen Voraussetzungen damit der Drückjagdeinsatz auch angerechnet werden kann?

  •  Die Dauer der reinen Jagdzeit muss mindestens 1,5 Stunden ohne Unterbrechung sein.
  •  Es muss sich um eine Bewegungsjagd auf Schwarzwild handeln. Andere Wildarten können ebenfalls mitbejagt werden.
  • Die Freigabe von Schwarzwild darf nicht über den Elterntierschutz (Bachen, die gestreifte Frischlinge führen) hinaus beschränkt werden.

Können mehrere Treiben mit jeweils mehr als 1,5 Stunden Dauer pro Tag abgewickelt werden?

Es wird pro Tag, unabhängig von der Anzahl der Treiben, pro Treiberin oder Treiber, pro Helferin oder Helfer, pro Hundeführerin oder Hundeführer, oder pro Hund nur ein Einsatz gefördert. Z.B. je ein Treiben vormittags und nachmittags ist als ein Einsatztag zu sehe

Sind für weitere darauffolgende Drückjagden neue Auftragsnummern zu beantragen?

Nein. Es ist jedoch zu beachten, dass für ein Jagdrevier innerhalb eines Jagdjahres nicht mehr als 5 Treibereinsätze und 5 Helfereinsätze je 100 ha Jagdfläche abgerechnet werden können (bei 250 ha Jagdfläche bis zu 12 Treiberinnen oder Treiber und bis zu 12 Helferinnen oder Helfer).
Für den Einsatz der Hunde gibt es keine jagdflächenbedingten Einschränkungen.

Ist die Förderung nur für volle 100 ha möglich, oder können angebrochene 100 ha anteilig gefördert werden?

Es ist eine anteilige Förderung möglich. Je erreichten 20 ha Jagdfläche kann eine weitere Treiberin oder ein weiterer Treiber bzw. eine weitere Helferin oder ein weiter Helfer gefördert werden (z.B. bei 250 ha bis zu 12 Treiberinnen oder Treiber und bis zu 12 Helferinnen oder Helfer).

Wie viele Drückjagden werden maximal pro Revier und Saison gefördert?

Es gibt keine Begrenzung hinsichtlich der Anzahl von Bewegungsjagden.
Die Förderung der Treiberinnen oder Treiber und Helferinnen oder Helfer ist jedoch begrenzt auf maximal 5 Treibereinsätze und 5 Helfereinsätze je 100 ha Jagdfläche innerhalb eines Jagdjahres.

Wie ist die Regelung für die staatliche Regiejagd?

Einsätze von Stöberhundeführerinnen oder Stöberhundeführer und anerkannten Nachsuchenführerinnen oder Nachsucheführer auf der Regiejagd ForstBW sind ebenfalls förderfähig und werden nach dem Standardverfahren gefördert. Hundeführerinnen oder Hundeführer lassen sich ihren Einsatz von der Jagdleiterin oder dem Jagdleiter bestätigen. Einsätze von Treiberinnen oder Treibern und von Hilfskräften sind für den Landesbetrieb hingegen nicht förderfähig. Grundsätzlich können auch Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern der Forst- und Jagdbehörden ihre Hundeeinsätze abrechnen. Revierleiterinnen oder Revierleiter können Hundeeinsätze im eigenen Revier abrechnen, wenn die Einsätze von der Leitung der UFB im Nachweisformular bestätigt werden.

Welche Konsequenzen können falsche Angaben haben?

Falsche Angaben können den Tatbestand des Subventionsbetruges erfüllen (§ 264 StGB). In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass ein Strafverfahren sich auf die jagd- und waffenrechtliche Zuverlässigkeit auswirken kann.

Werden die Angaben in den Formularen überprüft?

Ja. Neben Plausibilitätsprüfungen nimmt das Land stichprobenartige Prüfungen von Förderanträgen vor.

Häufig gestellte Fragen zur Abrechnung von Einsätzen von Treibern, Helfern und Hunden bei Bewegungsjagden auf Schwarzwild nach der VwV InfraWild

Wann kann ich abrechnen?

Die Abrechnung von Einsätzen von Treibern, Helfern und Hunden bei Bewegungsjagden auf Schwarzwild nach der VwV InfraWild wird grundsätzlich nach der Drückjagdsaison bzw. mit Beginn eines neuen Jagdjahres möglich sein. Das Land stellt ein ausschließlich elektronisches Abrechnungsverfahren bereit. (Siehe: Genaue Vorgehensweise/Schritte bei der Abrechnung). Eine postalische Einsendung der Abrechnungsunterlagen ist nicht vorgesehen.

Wie werde ich über den Zeitpunkt der Abrechnungsmöglichkeit informiert?

An alle registrierten E-Mailadressen wird –wie bereits bei der Registrierung angekündigt- eine Erinnerungsmail verschickt werden. Diese wird auf die Abrechnungsmöglichkeit hinweisen und Hinweise zu den Verfahrensschritten geben.
Des Weiteren wird die Bereitstellung der Abrechnungsmöglichkeit über die Medien bekanntgegeben.

Wie wird das Abrechnungsverfahren ablaufen?

Das Land stellt ein elektronisches Verfahren zur Verfügung. Eine Abrechnung per Post, E-Mail oder Fax ist nicht möglich. Senden Sie daher bitte keine Unterlagen auf diesem Weg zu.

Der Antragsteller gibt die zur Bewilligung und Auszahlung notwendigen Daten selbst in ein Online- Formular ein. Die mit der Registrierung bereitgestellten Formulare werden vom Antragsteller per Datei- Upload mitgeschickt. Sie dienen als Abrechnungsbelege und zur Prüfung der jeweiligen Fördersumme. Die Originalbelege hat der Antragsteller mindestens 2 Jahre für eventuelle Prüfungen aufzubewahren.
Der Antragsteller ist verantwortlich, dass die Formulare richtig ausgefüllt sind und allen Erfordernissen entsprechen. Z.B. sind Nachweise für Einsätze unvollständig, wenn Unterschriften oder Revierbezeichnungen fehlen. Es gilt der Grundsatz, dass jedes Feld ausgefüllt sein muss und für jeden Einsatz sind 2 Personen (Antragsteller/in und Treiber/in/Hilfsperson oder Jagdleiter/in) vorhanden, die mit Ihren Unterschriften den Einsatz bestätigen.
Unvollständige oder fehlerhafte Eintragungen dürfen nicht als Einsatz (Treiber/Helfer oder Hunde) beantragt werden.
Wir weisen darauf hin, dass es sich bei der Jagdförderung um eine Subvention handelt und nicht korrekte oder auch unvollständige Angaben zum Förderausschluss führen werden.

Warum sind die Formulare mitzuschicken, wenn ich alle notwendigen Daten online eingebe?

Der Antragsteller hat auf den Formularen unterschrieben, beantragt somit die Förderung und bestätigt die Richtigkeit und Vollständigkeit aller seiner online eingegebenen Angaben. Dies ermöglicht der Verwaltung die Durchführung des Förderverfahrens.
Nach den haushaltsrechtlichen Bestimmungen sind Prüfungen durchzuführen. Für diese Prüfungen werden die eingesandten Formulare benötigt.

Werden die Angaben in den Formularen überprüft?

Ja. Neben Plausibilitätsprüfungen nimmt das Land stichprobenartige Prüfungen von Förderanträgen vor. Der Antragsteller ist dafür verantwortlich, dass die Formulare vollständig ausgefüllt und unterschrieben sind.

Welche Konsequenzen haben falsche Angaben?


Falsche Angaben führen auf jeden Fall zur Rückforderung der Zuwendung und können den Tatbestand des Subventionsbetruges erfüllen (§ 264 StGB). In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass ein Strafverfahren sich auf die jagd- und waffenrechtliche Zuverlässigkeit auswirken kann.

Muss ich mich für jedes Jagdjahr neu registrieren?

Ja. Bitte beachten Sie, dass für das laufende Jagdjahr 2019/20 eine neue Registrierung erforderlich ist, sofern Sie am Ende des Jagdjahres (wieder) eine Förderung für Einsätze von Treibern und Helfern, Stöberhunden oder von Nachsucheneinsätzen bei Bewegungsjagden auf Schwarzwild beantragen möchten.

Kann ich mehrere Jagden an einem Tag abrechnen?

Nein, es kann nur ein Jagdeinsatz/ eine Jagdteilnahme pro Tag abgerechnet werden. Dies gilt für Hundeeinsätze und für Einsätze von Treiber und Helfer.

Gibt es einen Mindestförderbetrag?

Ja. Es gibt eine Grenze von 100 Euro. Förderbeträge unter diesem Wert werden nicht ausbezahlt. Das Verfahren endet in diesem Fall automatisch. Der Mindestförderbetrag muss in jeder Förderart erreicht werden. Der Förderbetrag wird immer auf volle 10 Euro abgerundet, ggf. bei jeder Förderart. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht.

Ist es möglich, Jagdeinsätze, die vor der Registrierung erbracht wurden, abzurechnen?

Nein, es können nur Jagden nach der Registrierung, also nach Erhalt der Registriernummer abgerechnet werden. Es gilt das Eingangsdatum der Registrierung.

Ich habe mich mehrfach registriert. Welche Registriernummer soll ich für die Anmeldung zur Antragstellung/Abrechnung verwenden?

Es sollte die Registriernummer verwendet werden, mit der man sich zuallererst registriert hat, damit alle nachfolgenden Einsätze auch abgerechnet werden können.

Hinweis: Das System verwendet das Registrierdatum, damit Online kein Einsatz vor der Registrierung mit eingereicht werden kann.

Wer kann die Jagdförderung InfraWild für Treiber und Helfer abrechnen?

Die/der Jagdausübungsberechtigte, bei Pächtergemeinschaften nur der von der Gemeinschaft beauftragte Vertreter/in kann abrechnen.
Ausgeschlossen sind Einrichtungen des Landes Baden-Württemberg, des Bundes und der Länder. D.h. die staatliche Regiejagd von ForstBW und Bundesforst können diese Förderung (für Treiber und/oder Helfer) nicht erhalten.

Welche Helfertätigkeiten können abgerechnet werden?

Grundsätzlich muß die Tätigkeit am Jagdtag und für den Ablauf der Bewegungsjagd auf Schwarzwild direkt notwendig sein. Z.B. Wildbergung, Wildversorgung (Aufbrechen, Verbringen in die Wildkammer), Beschilderung (Verkehrssicherung). Die Tätigkeit muß auch tatsächlich ausgeübt worden sein (z.B. keine Strecke = keine Aufbrechhelfer und keine Wildversorgung)
Nicht abrechnungsfähig sind z.B. Helfer bei der Verpflegung oder Reinigungskräfte u.a. für die Wildkammer oder das Transportfahrzeug.

Beispiele einer Abrechnung

Einsätze von Treiber/innen und Helfer/innen werden über die Jagdausübungsberechtigte oder den Jagdausübungsberechtigten und deren/dessen Registrierung abgerechnet. Die Registrierung ist revierbezogen. Jagdausübungsberechtigte/Pächter von mehreren Jagdrevieren benötigen für jedes Jagdrevier eine Registrierung, weil u.a. Grundlage der Abrechnung die Reviergröße ist.
Die Hundeführerinnen und Hundeführer müssen sich selbst registrieren und können auch Einsätze mehrerer Hunde (bis maximal vier eigene Stöberhunde je Tag) abrechnen.
Es ist zulässig, den Stöberhund einer Treiberin oder einem Treiber mitzugeben. In diesem Fall kann die Treiberin oder der Treiber vom Jagdausübungsberechtigten und der Hundeeinsatz von der Hundeführerin oder dem Hundeführer abgerechnet werden.
Wird der Hund vom Stand geschnallt, wird nur der Hundeeinsatz von der Hundeführerin oder dem Hundeführer abgerechnet.
Die selbstabrechnende und mittreibende Stöberhundeführerin oder der mittreibende Stöberhundeführer rechnet ggf. auch ihren/seinen Treibereinsatz selbst ab. Die oder der Jagdausübungsberechtigte darf in diesem Fall den Treibereinsatz nicht zusätzlich abrechnen.

Kann ein mittreibender Stöberhundeführer vom Jagdausübungsberechtigten als Treiber abgerechnet werden?

Ja, aber nur wenn die Stöberhundeführerin oder der Stöberhundeführer selbst keinen Antrag auf Förderung ihrer/seiner Hunde stellt (z.B. weil die Einsätze nicht den Mindestbetrag für die Auszahlung der Förderung erreichen).

Was sind die genauen Voraussetzungen damit der Drückjagdeinsatz auch angerechnet werden kann?

  • Die Dauer der reinen Jagdzeit eines Treibens muss mindestens 1,5 Stunden ohne Unterbrechung sein.
  • Es muss sich um eine Bewegungsjagd auf Schwarzwild handeln. Andere Wildarten können selbstverständlich mitbejagt werden. Bei einer Bewegungsjagd nehmen mehr als acht Personen teil, beispielsweise ist ein Kreisen mit acht oder weniger Personen keine Bewegungsjagd. Die Definition ergibt sich aus § 8 JWMG.
  • Die Freigabe von Schwarzwild darf nicht über den gesetzlichen Elterntierschutz (Bachen, die gestreifte Frischlinge führen) hinaus beschränkt werden.
  • Bei Abrechnung von Treiber-/Helfereinsätzen muss diesen vom Jagdausübungsberechtigten eine Entschädigung im Wert von mindestens 20 Euro gewährt worden sein.

Können mehrere Treiben mit jeweils mehr als 1,5 Stunden Dauer pro Tag abgewickelt werden?


Es wird pro Tag, unabhängig von der Anzahl der Treiben, pro Treiberin oder Treiber, pro Helferin oder Helfer, pro Hundeführerin oder Hundeführer, oder pro Hund nur ein Einsatz gefördert. Z.B. je ein Treiben vormittags und nachmittags ist als ein Einsatztag zu sehen. Auch beim Einsatz von Hunden darf nur ein Einsatztag abgerechnet werden, auch beim Einsatz in verschiedenen Revieren.

Was ist ein Anerkanntes Nachsuchengespann?

Nur die vom Landesjagdverband Baden-Württemberg anerkannten Nachsuchengespanne, mit gültiger Registriernummer, können die Nachsuchen abrechnen.

Genaue Vorgehensweise/Schritte bei der Abrechnung:

Vollständig ausgefüllte und unterschriebene Formulare in gescannter PDF-Version bereithalten. Mit der Erinnerungs-Mail erhalten Sie den Zugang und weitere Hinweise zum Abrechnungsformular.

Zur Abrechnung sind folgende Schritte erforderlich:

  • 1. Einscannen/ Digitalisierung (z.B. durch „Handyfoto“) Ihrer unterschriebenen und vollständig ausgefüllten Formulare im JPG-, JPEG- oder PDF-Format. Deckblatt und Einsatznachweis/e gehören immer zusammen. Für jeden abgerechneten Einsatz sind somit die Unterschriften des Antragstellers und einer weiteren Person, z.B. Jagdleiter oder Treiber/Helfer auf den Formularen vorhanden. Bitte bewahren Sie die Originalbelege mindestens zwei Jahre auf.
    Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Nachweisformulare für die Einsätze von Treibern und Helfern, Stöberhunden oder von Nachsucheneinsätzen richtig und vollständig ausgefüllt und unterschrieben sind und erst dann eingescannt werden. Es ist immer ein Deckblatt mit einem oder mehreren Nachweisblättern einzuscannen. Bitte bewahren Sie diese Nachweise für Rückfragen oder Prüfungen mindestens 2 Jahre auf.
     
  • 2. Bereithalten Ihrer Registrierdaten (BW18xxxxx Registriernummer und die bei der Registrierung verwendete E-Mailadresse).
    Beides finden Sie auf Ihrer Registrierungsbestätigung. Bitte halten Sie Ihre Kontodaten ebenfalls bereit.
     
  • 3. Melden Sie sich auf der Seite https://www.infrawild.de an.
    Geben Sie hierzu die BW18xxxxx-Registriernummer und die bei der Registrierung verwendete E-Mailadresse ein. Achten Sie auf die gleiche Schreibweise der E-Mailadresse.
     
  • 4. Aktualisieren Sie Ihre persönlichen Daten. Geben Sie bitte Ihre postalische Adresse an für die Zusendung des Zuwendungsbescheids und ggf. Ihre neue E-Mailadresse, welche ab sofort verwendet werden soll.
     
  • 5. Sie haben mit einer Registriernummer die Möglichkeit alle Förderarten (Treiber/Helfer, Stöberhund, Nachsuchengespann) auf einmal abzurechnen. Um abrechnen zu können, müssen Sie für jede Förderart die 100 EUR Auszahlungs- Mindestgrenze erreichen.
    Sofern Sie mehrere Registriernummern haben, empfehlen wir die jeweils zugehörige Förderart separat abzurechnen. Verwenden Sie nur eine Registriernummer, gilt für die damit abgerechneten Förderarten dieses Registrierdatum. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen die erste Registriernummer zu verwenden. Bei der Abrechnung Treiber und Helfer kann grundsätzlich nur ein Jagdrevier je Registriernummer abgerechnet werden.
  • 6. Folgen Sie den weiteren Anweisungen der Online-Abrechnungsseite.
    Hilfreiche Erklärungen und Hinweise beinhaltet ein grüner Info-Button, den Sie an vielen Stellen finden.

Nach dem erfolgreichen Absenden des Online-Formulars erhalten Sie zeitnah Ihre Zuwendung aus dem InfraWild-Förderverfahren auf das angegebene Bankkonto, sowie auf postalischem Weg den InfraWild- Zuwendungsbescheid.